07.04.2017

Heute Nacht haben wir anscheinend schön tief geschlafen, doch leider gab es dann ein böses Erwachen für uns. Das erste was uns ins Auge stach war das offene Fenster, von welchem unsere Blicke schnell zu unseren Sachen rasten und wir mit Entsetzen feststellen mussten, dass diese durchwühlt worden waren. Und das nicht zu knapp: praktisch unser komplettes Geld war verschwunden (wirklich super gut, dass wir am Tag davor beim ATM waren…), auch das, das nicht im Geldbeutel aufbewahrt worden war und das was wir aus anderen Ländern aufgehoben hatten… -wie haben wir das und den Moment, als das Fenster aufgebrochen wurde, verschlafen können?! – Man muss aber sagen, dass wir wenigstens noch etwas Glück im Unglück hatten und die Einbrecher „nur“ das Bargeld mitgehen lassen haben und nicht auch noch unsere anderen Wertgegenstände (Kamera, Handys, etc. waren Gottseidank noch da!). 
Wir wandten uns natürlich direkt an die Leute von unserer Unterkunft in der Hoffnung, dass sie uns helfen würden, eine Lösung zu finden. Denen schien das ganze aber recht egal zu sein und nach einiger Zeit, in welcher diese zum Großteil schweigend oder unwichtige Fragen stellend neben uns saßen, wurde es uns zu bunt. also beschlossen wir zu dem anderen Hotel zu gehen, um dort eigentlich Bescheid zu geben, dass wir nicht am Bootstrip zu den Inseln teilnehmen würden. Wie immer kam es dann aber doch anders als erwartet und so buchten wir dann doch kurzerhand den Trip zu drei der Inseln – für irgendwas müssen wir ja hier sein.

Jetzt hieß es aber schnell sein: die anderen Beiden, die auch zu den Inseln wollten, hatten nämlich zu diesem Zeitpunkt schon einige Zeit auf uns warten müssen und wir wollten das jetzt nicht noch unnötig hinauszögern. Also liefen wir schnell zurück zum Hotel, schnappten uns Badesachen, gingen mal wieder zum ATM neues Geld holen (yayyy!), kauften Snacks und besorgten dann noch schnell Schnorchelzeug. Nun waren auch wir soweit und die Bootsfahrt konnte endlich beginnen. 

Zunächst schipperten wir an der Küste entlang zu einem Waldteil, in dem unzählige flughunde lebten. An einigen Bäumen hängen sogar so viele von ihnen, dass man die eigentlichen Äste überhaupt nicht mehr sehen konnte. Nun ging fuhren wir weg von der Küstenlinie in Richtung der Inseln und machten schon nach kurzer Zeit vor einer von diesen halt. Also ab ins klare Wasser und zum Strand schnorcheln! Dort angekommen hatten wir diesen nur für uns (und natürlich unsere beiden Gefährten und den Kapitän)! Einige gefundene Muscheln später ging es dann wieder aufs Boot und weiter zur nächsten Insel. Hier verbrachten wir allerdings weniger Zeit am Strand, da wir vor den unzähligen Wasserflöhen bald zurück ins Wasser flüchteten. Was definitiv eine gute Entscheidung war, denn hier konnte man wirklich gut Schnorcheln! Es gab hier nicht nur viele verschiedene Fische, sondern auch wunderschöne bunte Korallen (sogar blaue und lilaliche!)! Um dem Trip aber die Krone aufzusetzen war wohl der stop auf der letzten Insel gedacht. Hier konnte man auf den felsigen Hügel in der Mitte des Eilands klettern und von dort aus hatte man einen bestechenden Ausblick auf die umliegenden kleinen Inseln, die Korallenriffe und die Berglandschaft von Flores. Wirklich wunderschön! 

Nach diesem schönen Abschluss ging es zurück zum Festland, wo wir noch etwas aßen, bevor wir uns mal wieder sehr früh ins Bett begaben (19 Uhr?!). Diesmal waren wir aber etwas vorsichtiger und sorgten für den Fall eines nächtlichen Besuchs vor. Wir sicherten das Fenster, indem wir eine Schnur von dessen griff zu unserem Bettpfosten spannten und man dieses so auf jeden Fall nicht so leicht öffnen konnte. 
Wir bekamen sogar tatsächlich unerwarteten nächtlichen Besuch. Plötzlich wurden wir nämlich durch penetrantes pochen an unserer Tür aus dem Schlaf gerissen. Als wir diese schließlich schlaftrunken öffneten stand der Kerl vom Hotel Hotel davor, wollte sich unbedingt jetzt das Fenster anschauen und, dass wir in ein anderes Zimmer umziehen (achja und zahlen sollten wir auch gleich noch…). Wir bauten also unsere sicherheitskonstruktion ab und direkt im neuen Zimmer wieder auf, rafften unsere Sachen zusammen und fielen dann wieder direkt ins Bett.